Ein Tiroler Beamtengeschlecht

Schullern zu Schrattenhofen ist der Familienname einer aus Tirol stammenden Familie des österreichischen Beamtenadels. Seit der Erhebung in den Ritterstand im Jahr 1734 ist die Familie in Tirol, Wien und Oberitalien nachweisbar und hat in Verwaltung, Wissenschaft, Literatur und Kultur bleibende Spuren hinterlassen.

Anton von Schullern (1832-1889)
Anton von Schullern (1832-1889)

Anton Ritter von Schullern zu Schrattenhofen

Anton Ritter von Schullern zu Schrattenhofen (Innsbruck, 30. Jänner 1832 – ebenda, 12. Jänner 1889) gehört zu jenen Tiroler Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, in deren Lebensgang sich Dichtung, Bildungsarbeit und öffentliches Wirken auf besonders charakteristische Weise verbinden. Als Sohn eines Statthaltereikonzipisten aus einem aus dem Zillertal stammenden Adelsgeschlechte erwuchs er in jenem altösterreichischen Bildungs- und Beamtenmilieu, das für seine spätere Lebensform bestimmend blieb. Zugleich steht er am Beginn einer bemerkenswerten Familienlinie: Er war der Vater des Nationalökonomen Hermann Ritter von Schullern zu Schrattenhofen und des Schriftstellers und Arztes Heinrich von Schullern zu Schrattenhofen.[1]

Weiterlesen: Anton SCHULLERN, Dichter, Schulmann, Stadtverordneter

Dr. Hermann von Schullern (1861-1931)
Dr. Hermann von Schullern (1861-1931)

Dr. Hermann Ritter von Schullern zu Schrattenhofen

Hermann Ritter von Schullern zu Schrattenhofen (1861–1931) gehört zu jenen Gelehrten des späten Habsburgerreiches, in deren Lebensgang sich Wissenschaft, Verwaltung und praktische Staatsaufgabe auf bemerkenswerte Weise verbinden. Nach dem Studium der Rechte in Innsbruck und der Promotion zum Dr. iur. im Jahre 1884 war er zunächst in der Gerichts- und Advokaturspraxis tätig; erst dann wandte er sich, unter dem Einfluß Eugen von Böhm-Bawerks, entschiedener der Nationalökonomie zu. Mit seiner 1889 eingereichten Habilitationsschrift über Grundrente und Grenznutzen gewann er die Venia legendi für Nationalökonomie und trat damit in den Kreis jener jüngeren österreichischen Ökonomen ein, die von der Grenznutzentheorie geprägt waren.[1]

Weiterlesen: Hermann SCHULLERN, Nationalökonom

Dr. Heinrich von Schullern (1865-1955)
Dr. Heinrich von Schullern (1865-1955)

Dr. Heinrich Ritter von Schullern zu Schrattenhofen

Dr. Heinrich Ritter von Schullern zu Schrattenhofen (Innsbruck, 17. April 1865 – ebenda, 16. Dezember 1955) nimmt innerhalb seiner Familie eine eigentümlich vielschichtige Stellung ein. Als jüngerer Sohn des Dichters und Schulmannes Anton Ritter von Schullern zu Schrattenhofen und Bruder des Nationalökonomen Hermann Ritter von Schullern zu Schrattenhofen verband er drei Lebenskreise, die sich nur selten in einer Person so eng berühren: die Medizin, den militärärztlichen Dienst und ein über Jahrzehnte ausgreifendes dichterisches Werk. Während beim Vater die Schule, beim Bruder die Volkswirtschaftslehre im Vordergrund standen, erscheint Heinrich als jene Gestalt der Familie, in der Berufserfahrung, Kriegserlebnis und literarische Gestaltungskraft am stärksten ineinandergriffen.[1]

Weiterlesen: Heinrich SCHULLERN, Dichter, Militärarzt

Dr. Manfred Schullern (1893-1959)
Dr. Manfred Schullern (1893-1959)

Dr. Manfred Ritter von Schullern zu Schrattenhofen

Manfred Ritter von Schullern zu Schrattenhofen wurde am 8. Juli 1893 in Wien-Margareten geboren. Er entstammte einer traditionsreichen Tiroler Beamten- und Gelehrtenfamilie; sein Vater war der Nationalökonom und Universitätsprofessor Hermann Ritter von Schullern zu Schrattenhofen, seine Mutter Theresina Manfredi. Schon diese Herkunft verweist auf ein Milieu, in dem Bildung, Staatsdienst und Standesbewußtsein eng miteinander verbunden waren.

Weiterlesen: Manfred SCHULLERN, k. u. k. Offizier, Generalkonsul

Ulrich Schullern
Ulrich Schullern

Mag. Ulrich Schullern-Schrattenhofen

Mag. Ulrich Schullern-Schrattenhofen durchlief einen ungewöhnlich vielseitigen Bildungs- und Berufsweg, der technische Praxis, wirtschaftswissenschaftliche Reflexion und kulturelles Engagement in seltener Weise verbindet. Seine schulische Ausbildung begann an der Deutschen Schule Mailand und führte ihn sodann an das Gymnasium der Stiftung Theresianische Akademie in Wien. Früh wandte er sich der Schifffahrt zu und absolvierte auf dem Schulschiff der DDSG in Korneuburg eine Binnenschifferlehre. Im Zuge dieser praktischen Laufbahn erwarb er eine Reihe einschlägiger Qualifikationen, darunter die Motorenwärterprüfung, die Rechnungslegerprüfung, das Allgemeine Sprechfunkzeugnis für den beweglichen Seefunkdienst, das Radarpatent für die Flussschifffahrt sowie das Kapitänspatent – Schifferpatent für die Binnenschifffahrt A. Später legte er die Studienberechtigungsprüfung ab und absolvierte ein Studium der Volkswirtschaftslehre; ergänzend besuchte er theologische Kurse in Wien.

Weiterlesen: Ulrich SCHULLERN, Volkswirt

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